Vereinsgeschichte


1906

Am 1. Juli 1906 wurde der "Ostendorfer Schützenverein" gegründet.

1926

In diesem Jahr wurde der Name des Vereins in "Sankt Hubertus Schützenverein" geändert.

1934

Schreinermeister Kormann, Borkener Straße, fertigt für 125 Reichsmark einen schweren Schrank zur Aufbewahrung des Vereinseigentums an.
 

1935

Die Vereinsstatuten werden um zehn Paragraphen erweitert.
 

1936

Auf Beschluss des Vorstandes wird die Generalversammlung auf den Ostermontag verlegt. Vorher war es üblich gewesen, 14 Tage vor dem Fest diese Versammlung abzuhalten.
 

1937

Erstmals verwendet man einen Kugelfang für das Vogelschießen.
 

1938

Zum ersten mal wird die Generalversammlung beim letzten Festwirt abgehalten. In den Vorjahren hatte jeweils bei einem Schützenmitglied diese Zusammenkunft stattgefunden. Die Abrechnungsversammlung bei Schulze-Bröring (letzte Königin) wird mit Musik und Tanz beendet. Sie ist die erste Nachfeier. Herr Franz Schulze-Bröring wird zum Präsidenten gewählt und sein Vater zum Ehrenpräsidenten ernannt. Ein Teil vom Schützenverein Krückling (links der Aa) feiert schon in Ostendorf mit. Der Verein wird Mitglied im Schützenbund.
 

1939

Auf Vorschlag einiger Mitglieder aus der Versammlung wird eine zweite Fahne angeschafft: rot-weiß mit Hakenkreuz. Sie muss auf Anordnung der Partei im Festzelt aufgehängt werden. Andernfalls würde die Abnahme des Zeltes verweigert.
 

1939 - 1945

In den Kriegs- und Nachkriegsjahren fallen die Schützenfeste aus. Degen und Waffen des Vereins werden bei Kriegsende nach dem Einmarsch der Alliierten eingezogen. Die Schützenfahne aus dem Jahr 1925 und zwei Degen bleiben dem Verein erhalten.
 

1947

Wie nach dem ersten Weltkrieg begann man mit einem Sommerfest in einem Festzelt an der Ostendorfer Straße. Ein Schützenfest mit Vogelschießen wurde von den Besatzungsmächten verboten.
 

1949

Am 18. April beruft der Präsident Franz Schulze-Bröring eine Generalversammlung ein. Nach der Eröffnung gedenken alle der verstorbenen und gefallenen Mitglieder des Vereins. Anschließend wird ein neuer Vorstand gewählt und beschlossen, am 29. und 30. Mai wieder ein Schützenfest zu feiern. Das Königspaar von 1939 setzt nach zehnjähriger Unterbrechung seine Regentschaft fort. Der Verein übernimmt selbst die Bewirtung auf diesem Fest, weil die Wirte kein annehmbares Angebot abgeben. Die Königswürde erringt der Schützenbruder Bernhard Funke. Der Torfvogel muss mit der Armbrust und mit Geschossen aus Rundstahl heruntergeholt werden. Das ist sehr langwierig. Kurz entschlossen nimmt Bernhard Funke das Holzgewehr eines Schützenbruders und holt mit einem gezielten Wurf den Rest des Torfvogels von der Stange.
 

1950

Von jetzt an gehören zum Throngefolge auch zwei Ehrenherren. Den zwei Adjutanten werden zusätzlich zwei Thronadjutanten zur Seite gestellt.
 

1953

Der ehemalige Vereinsführer Franz Bödder und seine Mitregentin feiern das 25jährige Thronjubiläum.
 

1955

Ausrüstungsgegenstände (Degen, Hüte und Uniformen) wurden neu angeschafft. Für die jeweilige Jubelkönigin wird ein Diadem gekauft. Erstmals ist der Amtsdirektor zum Vogelschießen eingeladen. Herr Schmidt nimmt die Einladung an und erscheint an der Vogelstange.
 

1956 (50 Jahre St. Hubertus Schützenverein)

Am Sonntag, dem 19. Mai 1956, feierte der Verein sein 50-jähriges Jubiläum. Dazu waren ehemalige Königspaare sowie die Schützenvereine Ramsdorf Stadt und Holthausen eingeladen. An der Parade nehmen das Königspaar des St.-Walburgis-Schützenvereins Stadt, Alfons Schlüter und Magarete Storks, nebst Präsident Engelbert Ebbeler und einem Stab von 10 Vorstandsmitgliedern teil. Aus dem St.-Walburgis-Schützenverein Holthausen erschienen König Josef Kamps und Königin Maria Thesing sowie Präsident Franz Wissing und der Vorstand. Von den ehemaligen Königspaaren aus dem St.-Hubertus-Schützenverein waren der Einladung gefolgt: Franz Bödder und Frau Elisabeth Bone-Wieschen (geb. Flasche), Hermann Engbers, Heinrich Osterkamp und Frau Regina Robert Wilger, Johann Bremer und Frau Kömmelt, Bernhard Hoffboll und Frau Reining (M. Vahlenkamp), Franz Buß und Frau Limberg, Franz Bone und Frau Maria Upgang-Rotert und andere. Am Schützenfestmontag gab es an der Vogelstange eine Überraschung. Herr Pastor Dresjan holte beim Ehrenschießen zunächst den Reichsapfel und dann mit einem gezielten Nachschuss den gesamten Vogel von der Stange. Somit war eigentlich der neue König ermittelt. Doch Herr Dresjan wollte nicht die Regierung als König für ein Jahr übernehmen und bat den Vorstand, den Vogel wieder aufzusetzen und erneut den Wettbewerb zu starten. Jedoch war damit nicht alles erledigt. Vielmehr entschloss sich der Vorstand, nachdem Herr Bernhard Althaus die neue Königswürde erlangt hatte, den Pastor zum Ehrenkönig zu ernennen und gleichzeitig mit einem geflochtenen Lorbeerkranz zu schmücken. König und Ehrenkönig nahmen dann die Parade ab und gestalteten ein harmonisches Fest. Der Pastor war zur Freigabe eines Ankers Bier bereit und zeichnete sich auch bei der Schützenfestnachfeier spendabel.
 

1960

Die Kriegsinvaliden, die bislang in einem Kutschwagen am Festzug teilnahmen, werden mit dem Auto gefahren, weil keine Kutsche mehr vorhanden ist.
 

1962

Der langjährige General Josef Kipp tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er wird zum Ehrengeneral ernannt. Hauptmann Horst Krämer übergibt seinen Posten an Josef Hovermann und übernimmt die Wartung der Ausrüstungsgegenstände des Vereins.
 

1963

Oberst Anton Hummelt verlässt Ramsdorf und zieht nach Gescher. Herr Johann Kempe wird Oberst und Herr Josef Einck-Roßkamp nimmt den Majorsposten an. Zum ersten mal geht das Schützenbatallion am Sonntag gemeinsam zur Kirche.
 

1964

Vom Vorstand werden die Statuten überarbeitet. Neue Vorschläge werden eingebracht und erläutert. In der Generalversammlung wird darüber abgestimmt.
 

1966

Aufgrund eines Beschlusses wird erstmals schon am Samstagabend das Fest mit Musik und Tanz eröffnet. Abwechselnd wird von den Höcken die Ausschmückung des Zeltes übernommen.
 

1968

Auf der Nachfeier bei Franz Heisterkamp ist man sich einig, in Zukunft auf die Kaffeetafel für Vorstand und Stabsoffiziere zu verzichten.
 

1969

Ramsdorf feiert sein 650-jähriges Stadtjubiläum. Abordnungen des Schützenvereins nehmen am Umzug teil.
 

1971

Da in den vergangenen Jahren die Kosten für die Thronkellner sehr stark gestiegen sind, wird die Königsprämie von 300,- DM auf 600,- DM erhöht.
 

1972

Der Termin für die jährliche Generalversammlung wird wiederum um Monat ein die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr verlegt. Josef Hovermann wird für seine über 20-jährige Tätigkeit als Hauptmann geehrt. Das Jahresprotokoll und der Kassenbericht werden jetzt nicht mehr auf der Nachfeier, sondern auf der Generalversammlung verlesen.
 

1976

In Zukunft können alle Ramsdorfer Bürger Mitglied im St.-Hubertus-Schützenverein werden. Der Kirchgang wird auf den Samstagabend verlegt. Die Ehrenherren und die Ehrendamen nehmen daran teil. Die älteren Mitglieder werden zu Kaffee und Kuchen am Sonntagnachmittag eingeladen. Auf den Einsatz von Kutschen und Pferden wird verzichtet, da Vogelstange und Festzelt dicht zusammen liegen.
 

1977

Mit der Anschaffung von einheitlichen Hüten und Holzgewehren wird das äußere Erscheinungsbild des Schützenzuges positiv verändert. Die vorjährige Königin Adelheid Sühling erstellt in mühevoller Arbeit ein Bild aus dem Leben des heiligen Hubertus. Es schmückt auch noch heute unser Festzelt.
 

1978

Von jetzt an gehören vier Ehrenpaare zum Throngefolge. Aus der schweren Königskette werden zwei Ketten gebildet, die eine für den König, die andere für den Jubelkönig. Es wird eine Präsidentenkette angeschafft. Die Jubelpaare sollen auch an der Parade am Sonntagnachmittag teilnehmen.
 

1979

Die Vereinsstatuten werden der Zeit angepasst und zum dritten Mal geändert.
 

1981 (75 Jahre St. Hubertus Schützenverein)

In Ostendorf feierten die St. Hubertus Schützen am 2., 3. und 4. Mai ihr 75- jähriges Bestehen. Mit einem Höhepunkt startete das Schützenfest bereits am Samstag mit dem Kaiserschießen. Eine glückliche und treffsichere Hand hatte Alois Dowe, der bereits 1957 Schützenkönig der St Hubertus Schützen in Ostendorf war. Er war somit Kaiser, und seine damalige Königin Mathilde Dieckmann Kaiserin. Am Sonntag den 3. Mai erwiesen die Schützen dem noch amtierenden Königspaar von 1980, Konrad Niehues und Maria Hüging, die ihnen gebührende Ehre. Montagmorgen trafen sich die Schützen zum traditionellen Vogelschießen. In zähem Ringen, unter vielen Mitbewerbern die zum 75-jährigen die Königskette wollten, setzte sich Hermann Schultewolter durch. Um 13.30 Uhr hatte er beim 385. Schuss sein Ziel und damit die Königswürde erreicht. Er erkor sich Annemie Vahlenkamp zur Königin. Im Throngefolge sah man Aloys Vahlenkamp und Paula Schultewolter, Bernhard Niehues und Frau Gertrud, Aloys Ubbenhorst und Frau Maria, Albert Bone Wieschen und Frau Gertrud sowie Bernhard Sühling und Frau Adelheid.
 

1982

Für das Schützenfest 1982 wurde die Königsprämie auf 1600,00 DM erhöht. Die Mitgliedsbeiträge betragen für die Männerkarte 10,00 DM und für die Frauen 5,00 DM.
 

1983

Auf Beschluss der Versammlung wird künftig am Montagabend keine Kasse mehr aufgestellt. Auf der Generalversammlung 1983 wurde der Wegfall des Kaffeetrinkens am Sonntag beschlossen. Stattdessen soll ein besonderer Nachmittag in der Gaststätte Richels eingeführt werden.
 

1984

Am 10.08.1984 verstarb der amtierende Präsident Josef Hüging-Hornefeld. Wie auf der Generalversammlung beschlossen, wird bei gutem Wetter, am Montag das Vogelschießen an historischer Stätte stattfinden. Nach langen Bemühungen ist es dem Verein gelungen, den Parkplatz in den Bergen für das Vogelschießen frei zu bekommen. Auch soll ein Klotz-König ermittelt werden, der dann bereit ist, ein Fass Bier zu spenden.
 

1985

Künftig werden an der Festhalle und an der Vogelstange Fahnen zur Ausschmückung aufgehängt.
 

1986

Jahrelang führte der Schützenverein das Fest in eigener Regie durch. Aus den eigenen Reihen wurde der Wunsch geäußert, das Fest wie in früheren Jahren zu vergeben. Unter Vergabe von Offerten machte unser Schützenbruder Clemens Robert das Rennen. Auf der Generalversammlung 1986 wurden die überarbeiteten Statuten und eine Satzung verabschiedet.
 

1987

Ab dem Schützenfest 1987 beträgt die Königsprämie 2000,00 DM. Am 06.04.1987 erfolgte die Eintragung des Schützenvereins in das Vereinsregister des Amtsgerichts Borken.
 

1988

Im August 1988 wurden erste Kontakte zu unserem namensgleichen Schützenverein in Ostendorf bei Bremervörde geknüpft.
 

1989

Am 28.04.1989 wurde erstmals auf dem Hubertusplatz ein Schützenfestzelt aufgebaut. Nach 15 Jahren feiern die Schützen das Schützenfest wieder in einem Zelt. In diesem Zusammenhang möchten wir es nicht versäumen unserem Schützenbruder Ludger Hüging recht herzlich zu danken. Er hat 15 Jahre Halle, Platz und Haus für den Schützenverein zur Verfügung gestellt. Wir waren und wir sind immer im Hause der Familie Hüging gern gesehene Gäste gewesen.
 

1991

Ab dem Jahre 1991 wurde das Königspaar am Sonntag wieder in einer Kutsche zum Festzelt zur Parade gefahren. Für die Organisation und Durchführung der Kutschfahrten ist unser langjähriges Vorstandsmitglied Alois Vahlenkamp zuständig.
 

1992

Die Mitgliedsbeiträge wurden erhöht. Die Männerkarte kostet nunmehr 20,00 DM inklusive einer Damenkarte. Die einzelne Damenkarte kostet jetzt 10,00 DM.
 

1994

Die Königsprämie wurde auf 2500,00 DM erhöht. Es wurde eine neue Krone (Diadem) für die Königin angeschafft. Im Jahr 1995 verstarb unser Ehrenpräsident Hermann Wilger.
 

1996

Am 11., 12. und 13. Mai 1996 feierten wir unser Schützenfest und das 90-jährige Bestehen unseres Schützenvereins St. Hubertus. Hierzu gab es nach 20 Jahren wieder berittene Offiziere bei der Festparade am Sonntagnachmittag.
 

1998

Das Schützenfestvorüben findet erstmals auf dem Hubertusplatz statt, wo ein kleines Zelt aufgestellt war. Unter der bewährten Leitung der Stabsoffiziere wurde das Marschieren und Paradieren geübt.
 

2000

Ab dem Schützenfest 2000 wurde das Programm beim Frühschoppen am Sonntag geändert. Der Vorstand und die Offiziere erschienen nunmehr in vollständiger Uniform. Es erfolgte das Ausholen des Präsidenten und des Königspaares. Danach erfolgte die Biermarkenausgabe an die Schützen. Ebenso wurden am Sonntagmorgen Ehrungen von Vorstandsmitgliedern, Offizieren und verdienten Schützen vorgenommen.
 

2001

Unser Schützenfest feierten wir am 12., 13. und 14. Mai 2001. Das Schützenfest wurde in diesem Jahr besonders durch den geänderten Festablauf geprägt. Erstmals fand die Vorabendmesse nicht mehr in der St. Walburgis Kirche in Ramsdorf statt, sondern im Festzelt auf dem Hubertusplatz. Unter der Mitwirkung des Männergesangsvereines Concordia Ramsdorf, sowie der neuen Umzugs- und Paradekapelle, der Musikkapelle Borkenwirthe, wurde die Messe durch unseren Pastor Ludger Schlotmann zelebriert. Anschließend fand die Gefallenenehrung am Hofkreuz der Familie Bödder statt. Ein weiterer Höhepunkt war dann der anschließende Zapfenstreich auf dem Hubertusplatz. Der gute Zuspruch aus der Gemeinde hatte bewiesen, dass die Entscheidung, den Festablauf zu ändern, richtig war. Aufgrund der Einführung der neuen Währung beträgt der Jahresbeitrag einer Männerkarte nunmehr 10,00 EUR.
 

2002

Da der geänderte Festablauf im Jahre 2001 ein Erfolg war, fand auch die heilige Messe auf dem Schützenfest 2002 im Festzelt statt. Sie wurde zelebriert durch unseren neuen Pastor Karl Terhorst. Die anschließende Gefallenenehrung fand nunmehr am Festzelt statt. Auf der Generalversammlung 2002 wurde beschlossen, dass die Königsprämie ab dem Schützenfest 2003 1400,00 EUR beträgt.
 

2003

Im Jahre 2003 verstarb der amtierende Kaiser Alois Dowe. Aufgrund sinkender Einnahmen sowie in den letzten Jahren stark gestiegener Fixkosten und auch weiterer benötigter Mittel im Hinblick auf das bevorstehende Jubiläum im Jahre 2006 wurde der Mitgliedsbeitrag auf der Generalversammlung 2003 um 5,00 EUR auf nunmehr 15,00 EUR erhöht.
 

2004

Das Frühschoppenkonzert am Sonntagmorgen auf dem Schützenfest wird künftig alleine durch den Spielmannszug Ramsdorf bestritten.
 

2005

Die Vorbereitungen für das Jubelfest im nächsten Jahr laufen auf Hochtouren. Diese Festschrift entsteht. Die Vereinsfahne wird erstmals restauriert.